ESCORP-Studie
Die wissenschaftliche Studie der Europäischen Sonnenschutzorganisation (ES-SO) beweist, welchen bedeutenden Beitrag moderne Sonnenschutzsysteme zur Reduktion von Treibhausgasen und zur Einsparung von Millionen Tonnen Öl leisten können.
ES-SO setzt sich für die Interessen der Europäischen Sonnenschutzbranche ein, fördert die Beziehungen der Mitglieder untereinander und hat sich zum Ziel gesetzt, den Nutzen von „Solar Shading“ in Brüssel und damit in ganz Europa bewusster zu machen und dabei den Stellenwert der Branche zu heben. „Solar Shading“ steht für energieeffiziente Technologien zur Regelung des Energieeintrags in Gebäuden über transparente Flächen und zur sinnvollen Nutzung des Tageslichts.
GEBÄUDE SIND ENORME ENERGIEVERBRAUCHER
Gebäude sind die größten Energieverbraucher in der EU. Mehr als 40% des Primärenergieverbrauchs in Europa entfällt auf die Errichtung und Nutzung der Gebäude – mehr als in den Sektoren Verkehr oder Industrie. Das erklärt auch, warum die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) so wichtig ist.
Diese Direktive soll die Mitgliedstaaten dazu bewegen, Wege und Möglichkeiten zu finden um den Energieverbrauch in den Gebäuden um mehr als 20% zu reduzieren. Jede potentielle Energieeinsparungsquelle soll untersucht werden und keine Möglichkeit kann unberücksichtigt bleiben um dieses Ziel zu erreichen.
Seit der Energiekrise in den frühen 1970iger Jahren wurde der Wärmedämmung von Häusern und Gebäuden die größte Aufmerksamkeit geschenkt und dies hat zu substantiellen Energieeinsparung geführt. Aber Isolation allein ist nicht wirksam. Architekten bevorzugen Transparenz und verwenden mehr Glas. Die größeren Glasflächen werden zu den Schwachpunkten der Gebäude, weil sie zu extremen Überhitzung der Gebäude im Sommer führen. Die Lösung ist meistens die Installation von aufwendigen Klimaanlagen mit hohem Energieverbrauch.
Viel effizienter wäre es, durch den Einsatz von „Sonnenschutzsystemen“ den Wärmeeintrag zu vermindern und damit auf Kühlung völlig zu verzichten oder zumindest die Kühllast zu senken.
Die von ES-SO in Auftrag gegebene wissenschaftliche Studie (ESCORP- EU25 = Energy Saving and CO2 Reduction Potential from Solar Shading Systems and Shutters in the EU-25) nutzt die Methode von Gebäudesimulationen. Dabei werden verschiedene Simulationen eingesetzt, die die Temperaturentwicklung in Gebäuden unter realistischen Klimabedingungen und unter ebenso realistischen Komfortansprüchen der Nutzer berücksichtigen.
Bekanntlich werden die klimatischen Bedingungen in einem Gebäude von den verschiedensten Parametern beeinflusst: Klima, Fassade, Glasoberfläche, die Dach- und Deckenkonstruktionen, die Lage und Orientierung des Gebäudes, die Nutzung und vieles mehr.
Diese Studie orientiert sich an den Europäischen- und ISO -standards und wurde für eine Reihe von repräsentativen Kombinationen von Parametern kalkuliert. Daraus lässt sich wirklichkeitsnah auf das realistische Energieeinsparungspotential durch den Einsatz von Sonnenschutzsystemen in den bestehenden Gebäuden der EU25 schließen.
DIE STUDIE BEWEIST EINDEUTIG, DASS MODERNE SONNENSCHUTZSYSTEME IN GEBÄUDEN
- den Komfort der Benutzer wesentlich verbessern
- optimal das Tagslicht nutzen und damit den Einsatz von Kunstlicht reduzieren
- im Sommer Überhitzung vermeiden und auf Kühlsysteme oft gänzlich verzichtet bzw. durch Kühllastreduzierung erheblich Energie eingespart werden kann
- im Winter tagsüber die Sonneneinstrahlung nutzen und in der Nacht den Wärmeverlust reduzieren kann
- zur Verbesserung der Energieeffizienz in Gebäuden einen wesentlichen Beitrag leistet.
DER ENERGIEBEDARF KANN UM 10% GESENKT WERDEN
Durch den Einsatz von intelligenten Sonnenschutzsystemen könnten wir vom Energiebedarf aller Gebäude der EU25 (410 Mio Tonnen Öläquivalent) 41 Mio Tonnen (10%) einsparen. Wobei der höhere Anteil (2/3) bei der Kühllastreduzierung (Sommer) und der geringere Anteil (1/3) bei der Verringerung des Wärmebedarfs (Winter) liegt.
ES-SO stellt fest, dass „Solar Shading“ in der Debatte „Energieeffizienz in Gebäuden“ kaum berücksichtigt wird, weil der Nutzen von intelligenten Sonnenschutzsystemen zuwenig bekannt ist. ES-SO will das ändern und bittet um Unterstützung!
ZUSAMMENFASSUNG
In den verschiedensten Untersuchungen wurde mit starken und überzeugenden Argumenten nachgewiesen, dass eine verbesserte Wärmedämmung die Energieeffizienz von Gebäuden wesentlich verbessert und dass dadurch ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung der Ziele aus dem Kyoto Protokoll geleistet wird. Bei Glasflächen wurde bei diesen Untersuchungen meist auf mögliche Verbesserungen bei den Isolierwerten von Scheiben verwiesen.Wie auch immer, Glas ist nach wie vor ein statisches Element in der Gebäudehülle, während sich die äußeren klimatischen Bedingungen nicht nur mit den Jahreszeiten, sondern auch im Tagesverlauf gravierend ändern.
Sonnenschutz Systeme, vorzugsweise variabel, motorisiert und automatisiert gestalten die Sonneneinstrahlung durch die Fenster dynamisch und anpassungsfähig. Auf diese Weise können sowohl der Bedarf an Kühlenergie im Sommer als auch der Bedarf an Heizungsenergie im Winter erheblich reduziert werden.
Durch freien Zugang der Sonnenstrahlung kann die Energie, wenn sie in der kalten Jahreszeit willkommen ist, genutzt bzw. im Sommer, durch Abschattung die Überhitzung im Raum vermieden werden.
Die wissenschaftliche Studie zeigt, unter einer Reihe von akzeptablen Annahmen, die mögliche Energieeinsparung und CO2 Reduktion von „Solar Shading“ ist bedeutend und repräsentiert einen wichtigen Teil des Zieles, dass sich die Europäische Kommission gesetzt hat.
Die Studie zeigt auch, dass der Einsatz von „Sonnenschutztechnik“ zu allen Jahreszeiten und in allen Klimaregionen Europas nützlich und sinnvoll sein kann.
In den nördlichen Regionen, mit ihren langen Sommertagen mit der tief stehenden Sonne helfen „Sonnenschutzsysteme“ das Optimum an verfügbarer Sonne, die durch die Fenster dringt, zu nutzen.
In den südlichen Ländern helfen Sonnenschutzanlagen die extreme Sonneneinstrahlung abzublocken und so wesentlich den Gebrauch von Klimaanlagen zu reduzieren.
In den mittleren Regionen von Europa, wie das Klimamodell in Brüssel und Budapest zeigt, ist die Sonneneinstrahlung auch im Frühjahr und im Herbst sehr hoch und hier verlangt jedes effiziente Gebäude nach intelligentem Sonnenschutz.







